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Insolvenzrecht - Ihre Anwälte in Regensburg

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Das Insolvenzrecht regelt die Rechte von Gläubigern im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Ziel des Insolvenzrechts ist entweder das Wiederherstellen der Zahlungsfähigkeit des Schuldners oder die geordnete Abwicklung der Insolvenz. Bei Unternehmen durch deren Auflösung und bei  Privatinsolvenz bzw. Verbraucherinsolvenz häufig durch Restschuldbefreiung.

 

 

 

  • Was bedeutet Insolvenz?

 

Wenn ein Schuldner zahlungsunfähig (§ 17 InsO) und/oder überschuldet (§ 19 InsO) ist, bezeichnet man das als materielle Insolvenz.

 

Auf Antrag eines Gläubigers oder des Schuldners selbst eröffnet das Insolvenzgericht bei Vorliegen aller Voraussetzungen das Insolvenzverfahren. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von formeller Insolvenz.

 

 

 

 

  • Warum gibt es ein Insolvenzverfahren?

 

Unsere Rechtsordnung würde ohne die Regelungen des Insolvenzrechts vorsehen, dass jeder Gläubiger seine Rechte individuell gegenüber dem Schuldner durchsetzt. Dazu müsste er sich der Zwangsvollstreckung (§§ 704 ff. ZPO) bedienen. Dies würde aber dazu führen, dass die Gläubiger nicht gleich behandelt werden, sondern die schnellsten unter ihnen ihre Forderungen noch realisieren können und die anderen leer ausgehen.

 

Weil im Insolvenzrecht eine gemeinschaftliche und vor allem gleichmäßige Befriedigung aller Gläubiger vorgesehen ist, wird so eine geordnete Abwicklung der Rechtsverhältnisse des Schuldners sichergestellt. Es findet eine Verteilung der Vermögenswerte nach einer bestimmten Quote statt, so dass jeder Gläubiger möglichst die gleiche Chance erhält, einen Teil seiner Forderung noch beitreiben zu können.

 

 

 

 

  • Welche Arten von Insolvenzverfahren gibt es?

 

Neben dem Regelinsolvenzverfahren ist auch ein Insolvenzplanverfahren möglich. Beide Arten werden von einem Insolvenzverwalter abgewickelt. Außerdem gibt es noch die sog. Verbraucherinsolvenz, häufig auch Privatinsolvenz genannt.

 

 

 

 

  • Wie läuft ein Insolvenzverfahren ab?

 

Im Insolvenzverfahren sollen alle Gläubiger gleichmäßig befriedigt werden. Nach Antrag des Schuldners oder eines Gläubigers beginnt das Eröffnungsverfahren, indem das Gericht den Antrag prüft. Darauf folgt die Insolvenzeröffnung durch öffentlichen Beschluss. Zugleich wird durch das Gericht ein Insolvenzverwalter ernannt. Durch den Insolvenzverwalter wird das Vermögen des Schuldners festgestellt und verwertet. Nach vollständiger Verwertung erfolgt die sogenannte Schlussverteilung. Am Ende steht die Aufhebung des Insolvenzverfahrens; bei natürlichen Personen gegebenenfalls mit Erteilung der Restschuldbefreiung.

 

 

 

 

  • Wozu braucht ein Gläubiger einen Anwalt für Insolvenzrecht?

 

Auf Insolvenzrecht spezialisierte Rechtsanwälte beraten und unterstützen Sie bei der möglichst effizienten Durchsetzung Ihrer Forderungen gegenüber dem insolventen Schuldner. Dazu prüfen diese den Bestand und den Umfang Ihrer Forderungen und melden Ihre Forderungen in der Insolvenztabelle an (Forderungsanmeldung).

 

Wenn Sie im Bereich der Insolvenzanfechtung vom Insolvenzverwalter eine Zahlungsaufforderung erhalten, beraten wir Sie über Ihre Rechte und Pflichten und vertreten Sie gegenüber dem Insolvenzverwalter. 

 

 

 

 

  • Wozu braucht ein Schuldner einen Anwalt für Insolvenzrecht?

 

Als Schuldner kann es oft sinnvoll sein, die langwierigen Folgen einer Insolvenz zu vermeiden und zuvor mit den Gläubigern eine Einigung zu erzielen. Dabei nehmen wir für Sie Kontakt mit den Gläubigern auf und verhandeln die für Sie beste Lösung.

 

Ist eine Insolvenz nicht zu vermeiden prüfen wir die Voraussetzungen einer Anmeldung und erstellen für Sie den korrekten Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.