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Handelsrecht - Ihre Anwälte in Regensburg

Container Schiff

 

Das größtenteils im Handelsgesetzbuch geregelte Handelsrecht ist das Sonderprivatrecht der Kaufleute. Um den Bedürfnissen des Geschäftsverkehrs unter Kaufleuten oder Gewerbetreibenden gerecht zu werden, sind spezielle Regeln des HGB zu beachten, die vom allgemeinen Privatrecht abweichen. Um unangenehme Überraschungen sowie Haftungsrisiken zu vermeiden ist eine fachkundige Beratung unabdingbar.

 

 

Mangelgewährleistung

Beispielsweise unterscheidet sich die Gewährleistung unter Kaufleuten von der Gewährleistung einer Privatperson u.a. durch die wesentlich strengere Rügeobliegenheit des Kaufmannes. Dieser muss die von dem Verkäufer und Lieferanten gelieferte Ware sofort auf Mängel untersuchen. Unterlässt er dies und stellt sich im Nachhinein heraus, dass die Ware mangelhaft ist, kann der Kaufmann keine Gewährleistungsrechte mehr geltend machen.

 

 

Bürgschaft

Im Bürgschaftsfall ist dem Kaufmann, der eine Bürgschaft übernimmt, die Einrede der Vorausklage nicht möglich. Dies hat zu Folge, dass er von dem Gläubiger immer dann sofort in Anspruch genommen wird, wenn der Schuldner, für den sich der Kaufmann verbürgte, nicht fristgerecht oder gar nicht zahlt.

 

 

Eigentumsvorbehalt

Ein zwischen Kaufleuten vereinbartes Abtretungsverbot läuft in der Praxis oft leer. Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein sog. verlängerter Eigentumsvorbehalt vereinbart ist. Danach behält sich der Verkäufer das Eigentum an den gelieferten Waren bis zu deren Bezahlung vor und lässt sich für den Fall, dass der Zwischenhändler die Ware weiterveräußert, dessen Forderungen gegen den jeweiligen Käufer abtreten. Vereinbart nun der Käufer mit dem Zwischenhändler ein Abtretungsverbot und sind beide Kaufleute, ist eine Abtretung des Zwischenhändlers an den Verkäufer dennoch wirksam.

 

 

Abschluss von Verträgen

Im Gegensatz zum allgemeinen Zivilrecht, wonach der Käufer als schützenswerter gilt, können wirksame Verträge durch Schweigen geschlossen werden. Hierbei gelten die Grundsätze des kaufmännischen Bestätigungsschreibens.

 

 

Guter Glaube

Weiterhin wird im Handelsrecht der gute Glaube nicht nur an die Eigentümerstellung des Veräußernden geschützt, sondern auch an seine Verfügungsbefugnis. Verkauft ein nicht verfügungsbefugter Kaufmann eine nicht ihm gehörige Ware und weiß der Erwerber hiervon nichts, so verliert der wahre Rechtsinhaber sein Eigentum an der Ware und kann lediglich schuldrechtliche Schadensersatzansprüche gegen den veräußernden Kaufmann geltend machen.

 

 

Stellvertretung

Der Kaufmann kann sich im täglichen Geschäftsbetrieb vertreten lassen. Hierzu bietet das Handelsrecht mehrere Gestaltungsmöglichkeiten. Genannt seien hier insbesondere die Prokura, die Handlungsvollmacht und die Ladenvollmacht.

 

 

Wir beraten Sie über Ihre Rechte und Pflichten zu allen Aspekten des Handelsrechts. Bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche unterstützen wir Sie, indem wir für Sie den Schuldner abmahnen oder Ihren Anspruch gerichtlich geltend machen. Auch bei der Abwehr von Ansprüchen Ihrer Gläubiger gegen Sie sind wir der richtige Ansprechpartner.